Tag 1
Interessanter Zustand: man wartet ständig auf den morgendlichen Kaffee, der die verbliebenen Dunstwolken vom Schlaf wegreißt, und einen im Wachzustand ankommen lässt. Erschreckender Weise kommt stattdessen leichtes Kopfweh auf – eine von vielen “Aussteigern” berichtete Entzugserscheinung.
Garnicht so einfach, sich vollständig von Coffein fernzuhalten: neben Kaffee verkneife ich mir nun auch: Eistee, Multivitamin-Drinks (gibts in der Mensa auch mit Coffein und Guarana), mein Lieblingskaugummi, [Biermischgetränk mit dem X] und Cappuccino-Müsli. *schnief*
Tag 2
<jammer>War ja irgendwie klar, dass ausgerechnet diese Woche auf dem Campus andauernd gratis Energy-Drinks verteilt werden… Ach und könnte bitte jemand das anhaltende Kopfweh abstellen? </jammer>
Tag 8 – Ergebnisse
Tja, nun sind die sieben Tage rum – ich habe sogar noch heute drangehängt. Die Ergebnisse weichen stark von meinen ursprünglichen Erwartungen ab: weder am Schlafverhalten noch am körperlichen Wohlbefinden hat sich eine signifikante Veränderung gezeigt, und ruhiger bin ich auch nicht gewesen. Aus der anderen Seite hatte ich (abgesehen von Kopfschmerzen am ersten Tag) keine der erwarteten Nebenwirkungen, die Kaffee-Junkies auf Entzug sonst beschreiben.
Ich nenne es ursprüngliche Erwartungen, weil ich mittlerweile erfahren habe, dass eine Woche bei Weitem nicht ausreicht, um eine völlige Umstellung in der Physis zu erzielen – es läuft also alles viel langsamer mit der Umstellung, als ich mir vorgestellt hatte.
Fazit: Die Woche war weder blanker Horror, noch ultimativ meditativ; ich werde in Zukunft, wenn mir mal wieder danach sein sollte, gern wieder eine solche Pause einlegen. Jetzt freue ich mich aber erst mal tierisch auf meinen Cappuccino morgen früh
Nachdem in letzter Zeit meine tägliche Dosis Coffein durch Klausuren und Arbeit rasant gestiegen ist, zwinge ich mich nun zu der schon lange geplanten Auszeit: sieben Tage vollständiger Coffein-Entzug. Mal sehen, wie die Welt ohne den morgendlichen Kaffee aussehen wird…

Meinen ersten intensiveren Kontakt mit einer Linux-Distribution hatte ich 2002 in einem MediaMarkt, wo ich fasziniert vor einer Packung “SuSE-Linux Professional 8.0″ stand, die wenig später zuerst den Weg in meinen Einkaufskorb und dann auf meine Festplatte finden sollte. Voller Euphorie meinen Freunden von meiner neuen Entdeckung berichtend, wurde selbige nicht selten durch Kommentare wie “SuSE? Benutz doch mal ein richtiges Linux!” gedämpft.
Nach SuSE folgten dann Debian “Woody” und Mandriva (damals noch Mandrake), und ich konnte die Äußerung bzgl. SuSE immer besser verstehen. Spätestens bei Gentoo teilte ich dann vollends die gleiche Ansicht, und so blieb es all die Jahre.
Heute nutze ich Arch Linux als binary-basierte Distribution und Gentoo, wenn es minimal sein oder optimal angepasst werden soll.
In letzter Zeit kam ich vermehrt (anfangs ungewollt) mit openSuSE in Verbindung, hauptsächlich durch meine neue HiWi-Stelle als Linux-Admin in einem Forschungszentrum. Anfangs noch durch die über die Jahre gepflegten Vorurteile geprägt muss ich nun meine Meinung revidieren bzw. aktualisieren: openSuSE ist für mich eine moderne, durchaus brauchbare Distribution, die zwar nach wie vor den Fokus auf GUIs für jede Aufgabe legt, sich dadurch aber auch für weniger Terminal-süchtige User und Admins eignet.
Ich könnte es mir zwar nach wie vor nicht als Haupt-Distribution auf meinen Kisten vorstellen (dazu bin ich zu sehr Konsolenfan und KISS-überzeugt), aber die alten Vorurteile gelten für mich größtenteils nicht mehr.
Wer mich die nächsten acht Tage zu erreichen versucht, wird sich gedulden müssen: ich verbringe die letzte Woche der Semesterferien in Hurghada (Ägypten) – der erste richtige Urlaub seit gut fünf Jahren
Seeya!
So ein richtiger Weltuntergangs-Wolkenbruch (gern auch mit Gewitter) am Nachmittag nach einem schwülen Tag ist doch immer wieder ein Genuss! Er erinnert einen daran, dass wir trotz allen technologischen Fortschritts die Natur (naja, das Wetter jedenfalls) immer noch nicht im Stande sind, zu beherrschen, und wirkt der Eintönigkeit der (wettertechnischen) Perfektion entgegen. Außerdem fällt Regen auf jeden gleich…