Coffein-Entzug: Tagebuch

Tag 1

Interessanter Zustand: man wartet ständig auf den morgendlichen Kaffee, der die verbliebenen Dunstwolken vom Schlaf wegreißt, und einen im Wachzustand ankommen lässt. Erschreckender Weise kommt stattdessen leichtes Kopfweh auf – eine von vielen “Aussteigern” berichtete Entzugserscheinung.
Garnicht so einfach, sich vollständig von Coffein fernzuhalten: neben Kaffee verkneife ich mir nun auch: Eistee, Multivitamin-Drinks (gibts in der Mensa auch mit Coffein und Guarana), mein Lieblingskaugummi, [Biermischgetränk mit dem X] und Cappuccino-Müsli. *schnief*

Tag 2

<jammer>War ja irgendwie klar, dass ausgerechnet diese Woche auf dem Campus andauernd gratis Energy-Drinks verteilt werden… Ach und könnte bitte jemand das anhaltende Kopfweh abstellen? </jammer>

Tag 8 – Ergebnisse

Tja, nun sind die sieben Tage rum – ich habe sogar noch heute drangehängt. Die Ergebnisse weichen stark von meinen ursprünglichen Erwartungen ab: weder am Schlafverhalten noch am körperlichen Wohlbefinden hat sich eine signifikante Veränderung gezeigt, und ruhiger bin ich auch nicht gewesen. Aus der anderen Seite hatte ich (abgesehen von Kopfschmerzen am ersten Tag) keine der erwarteten Nebenwirkungen, die Kaffee-Junkies auf Entzug sonst beschreiben.
Ich nenne es ursprüngliche Erwartungen, weil ich mittlerweile erfahren habe, dass eine Woche bei Weitem nicht ausreicht, um eine völlige Umstellung in der Physis zu erzielen – es läuft also alles viel langsamer mit der Umstellung, als ich mir vorgestellt hatte.

Fazit: Die Woche war weder blanker Horror, noch ultimativ meditativ; ich werde in Zukunft, wenn mir mal wieder danach sein sollte, gern wieder eine solche Pause einlegen. Jetzt freue ich mich aber erst mal tierisch auf meinen Cappuccino morgen früh :)

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